Achtung Eltern – Viking Shield e.V.
Elterninformation

Achtung Eltern – So erkennen Sie, ob Ihr Kind im Internet gefährdet ist

Wissen schützt: Erkennen Sie Warnsignale rechtzeitig und erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind im Netz wirksam begleiten können.

Das Internet bietet Chancen – aber auch Risiken

Kinder und Jugendliche bewegen sich täglich auf sozialen Netzwerken, in Chats und Online-Spielen. Täter nutzen genau diese Plattformen, um Kontakt zu Minderjährigen aufzubauen, Vertrauen zu gewinnen und sie zu manipulieren. Dieses Vorgehen wird als Cybergrooming bezeichnet. Gleichzeitig verbreiten sich gewaltverherrlichende, sexualisierte oder verstörende Inhalte über soziale Medien, Messenger und Gaming-Plattformen immer schneller. Aktuelle Berichte deutscher Jugendschutzstellen zeigen, dass insbesondere soziale Netzwerke, Messenger und Gaming-Communities verstärkt für Belästigung, Grooming und die Verbreitung sexualisierter Inhalte genutzt werden.

Aufmerksam bleiben

Warnsignale – So erkennen Sie mögliche Gefährdungen

Achten Sie darauf, wenn Ihr Kind:

  • Plötzlich sehr geheimnisvoll mit Handy oder Computer umgeht
  • Chats sofort schließt, sobald Erwachsene den Raum betreten
  • Häufig mit unbekannten Personen schreibt oder telefoniert
  • Geschenke, Guthaben oder Geld erhält, ohne erklären zu können, woher diese stammen
  • Auffällig ängstlich, traurig oder gereizt wirkt
  • Sich zurückzieht und soziale Kontakte meidet
  • Nachts heimlich online ist
  • Plötzlich sexualisierte Sprache oder Inhalte verwendet
  • Unter Druck gesetzt wirkt oder Angst vor Nachrichten hat
  • Bilder oder Videos verschickt, die Ihnen Sorgen bereiten
Wissen schützt

Plattformen mit erhöhtem Risiko

Nicht die Plattform selbst ist gefährlich – sondern die Möglichkeit, dort anonym Kontakt aufzunehmen. Besonders häufig nutzen Täter:

TikTok Instagram Snapchat Discord Telegram WhatsApp Roblox Fortnite Minecraft (öffentliche Server) GTA Online VRChat OmeTV & ähnliche Videochats Livestream- & Chatplattformen

Auch in nahezu jedem Online-Spiel mit Sprach- oder Textchat können Fremde Kontakt zu Kindern aufnehmen.

Aktiv werden

Was Eltern tun können

Im Alltag begleiten

  • Interessieren Sie sich für die Online-Welt Ihres Kindes
  • Vereinbaren Sie klare Regeln für Internet- und Smartphone-Nutzung
  • Aktivieren Sie Jugendschutz- und Privatsphäre-Einstellungen
  • Sprechen Sie regelmäßig über unangenehme Erlebnisse im Netz
  • Vertrauen ist wichtiger als Kontrolle – Kinder sollten wissen, dass sie jederzeit Hilfe bekommen und keine Angst vor Bestrafung haben müssen

Das sollte Ihr Kind wissen

  • Niemals persönliche Daten weitergeben
  • Keine Fotos an Fremde senden
  • Keine Treffen mit Online-Bekanntschaften ohne Erwachsene
  • Verdächtige Personen sofort blockieren und melden
Im Verdachtsfall

Wenn Sie einen Verdacht haben

Bleiben Sie ruhig.

Speichern Sie Chatverläufe und Beweise.

Blockieren Sie den Täter nicht sofort, wenn Beweise noch gesichert werden müssen.

Informieren Sie die Polizei.

Wenden Sie sich an Beratungsstellen oder den schulischen Ansprechpartner.

Denken Sie daran Täter wirken oft freundlich, verständnisvoll und hilfsbereit. Sie bauen über Wochen oder Monate Vertrauen auf, bevor sie Kinder unter Druck setzen oder zu sexuellen Handlungen verleiten.
Offene Gespräche, Aufmerksamkeit und gegenseitiges Vertrauen sind der beste Schutz.

Gemeinsam können wir Kinder stark machen – durch Aufklärung, Vertrauen und Aufmerksamkeit.
Gemeinsam sind wir Viking Shield.